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In eigener Sache
Wandbild

„Aus dem Leben des medizinischen Dienstes der Nationalen Volksarmee“ (Grafik-Zyklus von Helmut Maletzke, Greifswald)

Link „In eigener Sache“
Unsere Webseite hat ein reges Interesse gefunden und die Bereitschaft zur Unterstützung bei der Pflege und Aktualisierung ist groß. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken und zugleich die Bitte äußern, bei diesen Aktivitäten nicht nachzulassen.
Zugleich ist deutlich geworden, dass in der jetzigen Gliederung ein Link fehlt, in dem wir Stellung beziehen zu Sachverhalten, die von der historischen Realität abweichen und der geschichtlichen Wahrheit widersprechen.
Deshalb haben wir uns entschlossen, den Link „In eigener Sache“ aufzunehmen, der diesem Anliegen dienen soll.
Der erste Beitrag beschäftigt sich ausführlich mit der Publikation von


Ewert, Günter, Rolf Hornei und Hans-Ulrich Maronde
„Militärmedizinische Sektion 1955 – 1990. Bildungsstätte für Militärärzte, Militärzahnärzte und Militärapotheker an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald“, Berlin: Pro BUSINESS GmbH, 2015.

Bis zum Jahr 2015 war nur sehr wenig über die Militärmedizin in der DDR zu hören und zu lesen (siehe Link „Literatur“ dieser Webseite). Zum 60.Jahrestag der Gründung der Militärmedizinischen Sektion (MMS) im genannten Jahr erschienen die Webseiten http://www.militärmedizin-ddr.de  und http://www.militaermedizin.de sowie die o. g. Publikation von Ewert, Hornei und Maronde (EHM). Daher ist es nicht verwunderlich, dass in diesem Zusammenhang Fragen nach dem warum einer derartig kontraproduktiven Zersplitterung und mangelnden Zusammenarbeit gestellt wurden. Noch größer aber waren die Verwunderung und das Erschrecken nach dem Bekanntwerden des Inhalts der Publikation von EHM, die nachgeradezu eine Klarstellung dieser sehr eigenwilligen und unterstellenden Veröffentlichung verlangte.
EHM haben in ihrer Publikation dem Leser auf Seite 147 eine Synopsis versprochen, dieses Versprechen aber nicht eingehalten, denn ihre darin vorgenommene Gesamtbewertung muss als völlig misslungener Versuch einer derartigen Darstellung gewertet werden. Wir haben uns der Mühe unterzogen, das nachzuholen, und legen die nachfolgende Synopsis zu der Publikation von EHM vor, die  dem Leser ermöglichen soll, sich eine sachliche Meinung zu bilden, was Dichtung und was Wahrheit ist, und wie es um die von den Autoren überstrapazierte Wissenschaftlichkeit ihrer Arbeit bestellt ist. EHM haben uns eine Zusammenarbeit bei der Vorbereitung ihrer Publikation, in der viele Fragen hätten geklärt werden können, versagt, uns ist daher nur diese Vorgehensweise übrig geblieben.

Synopsis
zur Publikation von EHM


 

Formulierungen in der Publikation von EHM

Richtigstellungen/Anmerkungen

1. Seite 2
Quod non est in litteres, non est in mundo. (Was nicht in den Schriften ist, ist nicht in der Welt).
 

1.Dieses historisch für Schriften zutreffende und für die Publikation gewählte Motto ist in der heutigen Zeit der Medien nicht mehr aktuell und überholt.

2. Seiten 5-8
Inhalt
 

2.Der Inhalt zeigt eine sehr eigenwillige, unzureichende Systematik der Gliederung der Publikation und eine fehlerhafte zeitliche Zuordnung einzelner Abschnitte. Inhaltliche Aussagen zu einzelnen Sachverhalten und Ereignissen sowie die Gesamtbewertung der Entwicklung der MMS sind subjektiv überfrachtet, unseriös und rein spekulativ.

3. Seite 9, Zeile 6
Zu ihrer Geschichte gibt es im Gegensatz zu den Bildungseinrichtungen früherer Deutscher Armeen keine öffentlich zugängliche Beschreibung ihrer Entwicklung, Aufgaben und Arbeitsergebnisse.
 

3.Derartige Beschreibungen gibt es gleichwohl, u. a. die auf Seite 52 des Buches angeführte Publikation, an der auch  Maronde mitgewirkt hat (siehe Nr. 34 der Literatur „Nach 1990“ dieser Webseite) und die dieser selbst noch 2014 bei einem Treffen in Lubmin „als wichtigste Veröffentlichung zu diesem Thema nach 1990“ bezeichnete.

4. Seite 9, Zeile 8
Eine gewisse Erklärung dafür dürfte sein, dass sie im Zuge des Einigungsprozesses als militärische Einrichtung schnell abgewickelt wurde und die neuen politischen Akteure in der Stadt, an der Universität und im Land genug damit zu tun hatten, sie als Teil des Unrechtsstaates DDR zu diskreditieren.
 

4.Der wahre Grund ist, dass Offiziere wie EHM  kein Interesse an einer gemeinschaftlichen Bearbeitung der Geschichte der Militärmedizin der DDR, des medizinischen Dienstes der NVA und der MMS zeigten und z. B. die Mitarbeit an einem derartigen Vorhaben zuletzt zum 50. Jahrestag der Gründung der MMS 2005 verweigerten.

5. Seite 9, Absatz 5,Zeile 1
Es ist nicht von ungefähr, wenn vor allem bei den ersten Lehrgängen der Name des zweiten Kommandeurs, Ludwig Mecklinger, eine besondere Rolle spielt.
 

5.Die Verdienste von Mecklinger in den Anfangsjahren der MMS und die positiven Erinnerungen der ersten Lehrgänge an ihn sind unbestritten. Die erfolgreiche Entwicklung der MMS jedoch alleinig auf seine Person und die Zeit seines Wirkens zu reduzieren, ist wenig objektiv. Zu einer anerkannten militärischen Hochschuleinrichtung profilierte und entwickelte die MMS sich erst in den 26 Jahren nach dem Ausscheiden von Mecklinger. Haben die Autoren sich einmal gefragt, welcher Name als Kommandeur aus dieser Zeit bei den Mitarbeitern und Absolventen der MMS in Erinnerung geblieben ist?

6. Seite 9, Absatz 5, Zeile 3
Ihm gelang es, durch sein diplomatisches Geschick, die Gräben, die sich zwischen der Universität und der Dienststelle III der Kasernierten Volkspolizei (KVP) bei der staatlich festgelegten Ausbildung von Militärstudenten 1955 aufgetan hatten, wieder zu ebnen und wesentlich zu einem gedeihlichen Miteinander der beteiligten Einrichtungen beizutragen.

6.Und wie hätte die „Ausbildung von Militärstudenten 1955“ anders „festgelegt“ werden sollen? In jedem Land ist es Norm, dass derartige Entscheidungen von staatlicher Seite getroffen werden.

7. Seite 10, Zeile 10
Die Bildung der Militärmedizinischen Akademie (MMA) in Bad Saarow und die Einrichtung von militärmedizinischen Lehrstühlen an den Medizinischen Hochschulen und Universitäten der DDR machte auch eine Neuorientierung der Standortbestimmung für die MMS erforderlich.

7.Das Erfordernis einer „Neuorientierung der Standortbestimmung der MMS“ nach Gründung der MMA und Bildung der Abteilungen Militärmedizin an den Universitäten und Medizinischen Akademien der DDR hat es nie gegeben. Die Stellung der MMS war seit 1964 bis zum Ende 1990 nach den jeweiligen  Vereinbarungen unverändert der  einer militärischen Hochschuleinrichtung und Sektion an der EMAU, ihre Aufgaben blieben nach diesen  Vereinbarungen gleich und wurden textlich nur unwesentlich modifiziert.

8. Seite 10, Zielstellung, Zeile 1
 Das vorrangige Ziel besteht darin, das uns verfügbare vorhandene Wissen über diese militärische Bildungsstätte durch eine Veröffentlichung zu sichern und so der Nachwelt zu erhalten.

8.Dieses Ziel wurde bereits lange vor dieser Publikation verfolgt und zum Teil realisiert. Zu fragen ist vielmehr, warum EHM, und insbesondere Ewert und Hornei, seinerzeit das Mitwirken daran abgelehnt haben und Ewert sich zudem nachweislich weigerte, kompetente Zeitzeugen an der vorliegenden Publikation zu beteiligen bzw. deren Wissen einzubeziehen, ein derartiges offizielles Angebot ausschlug und sich weitere Aktivitäten in dieser Richtung verbat ?

9. Seite 10, Material und methodisches Herangehen, Absatz 1
In Greifswald gab es in der Nachwendezeit Initiativen ehemaliger Angehöriger der Dienststelle, einen Verein zu gründen, der sich um die Aufarbeitung der lokalen Militärgeschichte kümmern sollte. Er kam nicht zustande, weil es für eine wissenschaftlich anspruchsvolle Bearbeitung keine essentiellen Voraussetzungen wie für andere vergleichbare Forschungsprojekte gab. Es existierte kein Träger, der zumindest die Anschubfinanzierung gesichert hätte und die ins Bundesarchiv (BA/Militärarchiv(MA) nach Freiburg überstellten Archivbestände der MMS sind, im Gegensatz zu anderen Bereichen der NVA, nicht ausreichend für eine öffentliche Nutzung aufbereitet.

9.Diese Initiativen zur Gründung eines Vereins gingen von Steiner, Kalthoff und Enderlein aus. Sie waren der letzte Versuch einer Geschichtsschreibung zum 50. Jahrestag der MMS. EHM haben das Projekt nicht mitgetragen und eine Mitarbeit abgelehnt, Ewert und Hornei beantworteten nicht einmal den hierzu übersandten Fragebogen. Die Anschubfinanzierung war durchaus durch MEDIGREIF gesichert und zur Nutzung von Archivbeständen der MMS in Freiburg gab es erste Abstimmungen. Die fehlende Unterstützung durch verantwortliche ehemalige Offiziere der MMS, wie u. a. EHM, war demzufolge der Hauptgrund für das Scheitern des Vorhabens zur Gründung eines Vereins.

10. Seite 11, Zeile 4
Wir werden deshalb in guter Absicht und mit unseren eingeschränkten privaten Möglichkeiten versuchen, das aufzuschreiben, festzuhalten und zur Publikation zu bringen, was noch im Gedächtnis haftet und durch verfügbare Quellen verschiedenster Art belegt werden kann.

10. Diese gute Absicht muß angezweifelt werden, da die Autoren keinerlei Anstalten gemacht, ja es sogar abgelehnt haben, mit kompetenten Zeitzeugen zu sprechen und zusammenzuarbeiten sowie deren umfangreichen persönlichen Archive für ein sachorientiertes Quellenstudium zu nutzen.

11. Seite 11, Zeile 15
- Interviews von Zeitzeugen, die sich an verschiedene Begebenheiten erinnerten,

11. Zu fragen ist, warum keine Interviews mit so wichtigen, zum Zeitpunkt der Publikation noch lebenden Zeitzeugen wie Stellvertreter des Ministers für NV bzw. HFw, Chef Medizinischer Dienst im MfNV, Rektoren der EMAU, Oberbürgermeister von Greifswald, Kommandeure der MMS u.v.a.m. geführt wurden? Das vorgelegte Ergebnis verdeutlicht die wahre Absicht.

12. Seite 11, Zeile 19
Wenn es hier gelingt, die wichtigsten Entwicklungsetappen nachzuzeichnen, ist zumindest ein Anfang gemacht.

12. Dieser Anfang ist bereits gemacht, wie u. a. die Ziffer 188 der Literaturangabe auf Seite 187  der Publikation zeigt. Auffällig ist zudem, dass die Autoren in der Publikation nebeneinander die Begriffe „Phase“, Etappe“, „Periode“ der Entwicklung verwenden, ohne eine klare Abgrenzung oder Erläuterung vorzunehmen.

13. Seite 11, Absatz 6
An verschiedenen Stellen, z. B. bei den Biografien der Kommandeure oder den mitgeteilten Erinnerungen, erschien es uns wegen der Authentizität sinnvoll, Teile aus anderen Quellen zu übernehmen. Da es sich herausstellte, dass sie einige Ungenauigkeiten enthielten, mussten wir den Text geringfügig redigieren. Deshalb verzichteten wir auf eine übliche Kennzeichnung als Zitate durch die Verwendung von Anführungsstichen und hoben ihn durch einen geringfügigen Einzug, eine andere Schriftart und kleinere Schriftgröße  hervor

13. Abgesehen davon, dass das Redigieren eines Originaltextes eine unzulässige wissenschaftliche Vorgehensweise ist, fehlen derartige  „Anführungsstriche oder Hervorhebungen durch einen geringfügigen Einzug, eine andere Schriftart und kleinere Schriftgröße“  an den genannten Stellen.

14. Seite 11, Zeile 7 von unten
So hat es auch an der MMS, z. B. für Bezeichnung der Institute oder Fachgebiete, Abkürzungen gegeben.

14. An der MMS hat es Abkürzungen für Bezeichnungen von Struktureinheiten gegeben (siehe hierzu Link „Abkürzungen“ dieser Webseite); Abkürzungen für Fachgebiete fanden ausschließlich Verwendung, wenn sie allgemeingebräuchlich waren, z. B. OTMD.

15. Seite 12, Absatz 3
Einige Mühe bereitete es, einen Weg zu finden, das sehr heterogene Material sinnvoll in den zeitgeschichtlichen Rahmen einzuordnen. Wir verwendeten schließlich eine Periodisierung, die sich an äußeren Eckpunkten der Entwicklung der MMS orientiert und drei größere Zeitabschnitte abgrenzt.

15.Welcher objektive zeitgeschichtliche Rahmen bildet hier die Grundlage und an welchen wissenschaftlich begründeten „äußeren Eckpunkten der Entwicklung“ orientieren sich die Autoren? Sie lassen hierzu in der Publikation klare Aussagen vermissen.

16. Seite 12, 6. Zeile von unten
- Phase der Neuorientierung: Überprüfung des Rollenverständnisses nach Gründung der MMA (1981 – 1990).
 

16. Das ist eine rein subjektive, spekulative Interpretation, für die EHM keinerlei objektive Belege vorlegen können. In den 35 Jahren der Existenz der MMS hat es zu keiner Zeit weder eine „Phase der Neuorientierung“ noch eine „Überprüfung des Rollenverständnisses nach Gründung der MMA (1981-1990)“ bezogen auf die Stellung und die Aufgaben der MMS als wichtigste Kriterien ihrer Rolle im medizinischen Dienst der NVA und im Verbund der Hochschuleinrichtungen der DDR gegeben. Jede anders geartete Interpretation ist ein Verfälschen der Geschichte.

17. Seite 13, Absatz 2
Am schwierigsten war es, den letzten Zeitabschnitt wissenschaftlich seriös darzustellen. Der Hauptgrund ist, dass zu einem ausgewogenen Urteil über den Bedeutungsverlust der MMS konkrete Untersuchungen fehlen, die sowohl die strategischen Überlegungen als auch das praktische Handeln der politischen militärischen Akteure, in erster Linie die jeweiligen Chefs der Medizinischen Verwaltung (CMD) im Ministerium für Nationale Verteidigung(MfNV), die Kommandeure der MMS und die Chefs der MMA, einbeziehen müssten. Wir sind uns besonders für diesen Teil des Buches bewusst, dass unser Blickwinkel auf das Geschehen stark persönlich ist und es von beteiligten Dritten deutlich anders gesehen wird.

17. Zu einem Zeitabschnitt, den es so in der gesellschaftlichen Realität nicht gegeben hat und der nur als unseriöse, unwissenschaftliche Vermutung in der „Phantasie“ von EHM existiert, kann es zum einen auch keine „konkreten, wissenschaftlich seriösen Untersuchungen“ geben. Deshalb verwundert es sehr und ist zu hinterfragen, wie denn die Autoren selbst zu einer angeblich „wissenschaftlich seriösen Darstellung“ dieses letzten Zeitabschnittes gelangt sind. Zum anderen ist es völlig unbegreiflich, dass EHM das Einbeziehen von „politischen militärischen Akteuren“ für notwendig erachten, davon selbst aber bei der Vorbereitung der Publikation keinen Gebrauch machten, ja Ewert sich das sogar verbeten hat. Dieses Vorgehen lässt nur den Schluss zu, dass es den Autoren von Anfang an nicht um eine sachorientierte Darstellung der Entwicklung der MMS gegangen ist.

18. Seite 13, Absatz 3
Um zu einer übergreifenden Bewertung der Leistungsfähigkeit des vorhandenen Potentials und des Prestiges der MMS im Verbund der gesamten Einrichtungen des medizinischen Dienstes und der institutionellen Verankerung der Militärmedizin in der gesellschaftlichen Realität der DDR zu gelangen, haben wir im abschließenden Kapitel Synopsis den Bogen über die gesamten 35 Jahre gespannt. Die hier angestellte Betrachtung ist das Ergebnis einer gemeinsamen Diskussion der Autoren, die die Berechtigung dazu aus ihrer langjährigen Zugehörigkeit zur MMS herleiten, die als Offiziersschüler/Offiziershörer (OS/OH) ihre militärärztliche Ausbildung erhielten und später, nach ihrem Dienst als Truppenärzte, in verantwortlichen Funktionen in Fachinstituten und der Leitung der Dienststelle Höhepunkte ihrer beruflichen und militärischen Entwicklung erlebten.

18. Dieses abschließende Kapitel wird dem Namen nach und nach den Anforderungen an eine Synopsis in keiner Weise gerecht und erlaubt nicht die angekündigte „übergreifende Bewertung der Leistungsfähigkeit des vorhandenen Potentials und des Prestiges der MMS“. Zudem muss erneut betont werden,  dass es zu keinem Zeitpunkt der Existenz der MMS, nachzulesen in den einschlägigen Vereinbarungen, eine Diskussion über ihr „Prestige“ gegeben hat. In der gesamten Publikation findet sich nicht ein einziger Beleg für die andersartigen Behauptungen von EHM. Gerade angesichts der angeführten Biografien und der Stellung der Autoren an der MMS, an der es übrigens keine Funktionen und keine Leitung, sondern Dienststellungen und eine Führung gegeben hat, wäre von ihnen grundsätzlich eine größere Sorgfalt und mehr sittlicher Anstand bei der Bewertung von Ereignissen und Personen zu erwarten gewesen und einzufordern. Sie lassen das leider vermissen.  Anzumerken ist auch, dass insbesondere Ewert (nach seinem Ausscheiden 1975) und auch Hornei (bis 1988 in nachgeordneten Dienststellungen) die Kenntnisse und Voraussetzungen für „übergreifende Bewertungen“ fehlen. Hier wäre die Beachtung des Sprichwortes „Schuster bleib bei deinen Leisten“ mehr als angebracht gewesen.

19. Seite 14, Überschrift 1
Historische Entwicklung militärärztlicher Ausbildungsstätten

19.Richtig müsste es heißen: „Historische Entwicklung militärärztlicher Ausbildungsstätten in Deutschland“

20. Seite 15, Zeile 9
Dazu kamen für ausgewählte Kader die Möglichkeit für ein Vollstudium der Medizin an der Militärmedizinischen Akademie „S. M. Kirow“ in Leningrad  (Kirow-Akademie) und ab 1956 eine spezielle militärmedizinische Weiterbildung in einem Höheren Akademischen Kurs (HAK) an gleicher Stätte.

20.Dazu kamen für ausgewählte Kader ab 1952 die Möglichkeit für ein Vollstudium der Medizin an der Militärmedizinischen Akademie „S. M. Kirow“ in Leningrad  (Kirow-Akademie) und ab 1957 eine spezielle militärmedizinische Weiterbildung in einem Höheren Akademischen Kurs (HAK) an gleicher Stätte.

21. Seite 16, Fußnote
2Neben Militärärzten wurden auch Militärstomatologen und Militärapotheker ausgebildet.

21.2Neben Militärärzten wurden auch Militär-zahnärzte und Militärapotheker ausgebildet.

22. Seite 18, Zur Geschichte der Liegenschaft,  Zeile 9
Bis 1941 entstand auf dem erworbenen Gelände ein für damalige Verhältnisse moderner Zweckbau, der in der Aufsicht einem Flugzeug (Ju 88) nachempfunden war.

22.Bis 1941 entstand auf dem erworbenen Gelände ein für damalige Verhältnisse moderner Zweckbau, der in der Aufsicht einem Flugzeug vom Typ He 111 nachempfunden war.

23. Seite 28, Absatz 2
Trotzdem zeugen erhalten gebliebene Dokumente von dem Bemühen, eine notwendige innere Ordnung herzustellen (Anlage 3).

23.Die Dienstordnung (Anlage 3) stammt aus dem Jahr 1962.  Bemühungen zur Herstellung einer notwendigen inneren Ordnung hat es aber nicht erst 7 Jahre nach Gründung der MMS gegeben.

24. Seiten 28/29, Zeile 2 von unten
Über die Zwischen- und Abschlussprüfungen in den Lehrfächern OTMD und Allgemeine Taktik wurde der Grundstein gelegt, dass die Absolventen der MMS nicht nur ihr medizinisches, zahnmedizinisches oder pharmazeutisches Hochschulexamen ablegten, sondern ihnen auch ein Abschluss als Militärarzt
Attestiert werden konnte.

24.Absolventen der MMS in den Ausbildungsrichtungen Militärzahnarzt und Militärapotheker wurde zu keiner Zeit ein Abschluss als Militärarzt attestiert. Die kurzzeitige Ausstellung einer Anerkennung als Militärarzt für Absolventen dieser Ausbildungsrichtung in den Anfangsjahren der MMS war ungesetzlich, hatte juristisch keine Gültigkeit und wurde nach kurzer Zeit wieder abgeschafft.

25. Seite 36, Bildunterschrift Bild 16
Minister Hoffmann besucht die Singegruppe der MMS

25.Das Bild zeigt Minister Hoffmann bei seinem Truppenbesuch an der MMS am 04.07.1984 mit der Singegruppe im Klubraum von Haus 38.

26. Seite 41, Angliederung der MMS an die Universität, Absatz 1
Anfang 1963 müssen konzeptionelle Überlegungen, die MMS intensiver mit der Universität zu verbinden, in konkrete Arbeitsschritte übergeleitet worden sein. Von wem sie ausgingen, ist bisher nicht bekannt geworden. Als ernsthafte Möglichkeit käme wohl die Abteilung Sicherheit des Zentralkomitees (ZK) der SED in Betracht, die im Zusammenwirken mit anderen Abteilungen des ZK und den zuständigen staatlichen Organen, in erster Linie dem MfNV und den Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen, das Anliegen vorangetrieben haben könnte.

26.Diese Überlegungen sind rein spekulativ, nicht belegt und gehören nicht in ein Sachbuch.

27. Seite 45, Absatz 2, Zeile 2
Formal war es so, dass das Zentralinstitut für Militärmedizin aufgelöst und in einen Bereich für Militärmedizin überführt wurde.

27.An der MMS hat es lt. STAN und auch nicht im formalen Sprachgebrauch zu keiner Zeit einen Bereich Militärmedizin gegeben.

28. Seite 48 (und 50, 51, 135), Überschrift
Leitungsmitglieder

28.Mitglieder der Führung. An der MMS gab es lt. STAN keine Leitung,  sondern eine Führung.

29. Seite 50, Aufzählung
Leitungsmitglieder

29.In der Aufzählung fehlt Ewert, der beim Dienstantritt von Steiner als K-MMS bereits Stellvertreter für Forschung (STKFO) gewesen ist.

30. Seite 50, BU Bild 34 und Kurzbiographie
Edgar Rainer Steiner

30. Edgar Rudolf Max Steiner.
Dieser Fehler ist bei der von EHM immer wieder betonten Akribie mehr als ein Armutszeugnis. Das Bild zeigt des weiteren Steiner als Generalmajor, zu dem er erst 1982 ernannt wurde. Bei seinem Dienstantritt als K-MMS 1971 war er Oberstleutnant.

31. Seite 51, Absatz 1
Nach bestandenem Abitur und mehrwöchiger Tätigkeit als Vorstudienkrankenpfleger trat er am 15. August 1951 den bewaffneten Organen  der DDR und der SED bei. Hier studierte er zunächst bis Ende 1954 als Angehöriger der Studentenkompanie der KVP 6 Semester Medizin an der Karl-Marx-Universität Leipzig. Danach wurde er zur Fortsetzung des Studiums an die Militärmedizinische Akademie S. M. Kirow in Leningrad delegiert, das er 1958 erfolgreich abschloss.

31. Steiner wurde 1947 Mitglied der FDJ und 1949 Kandidat der SED. Nach bestandenem Abitur und mehrwöchiger Tätigkeit als Vorstudienkrankenpfleger trat er am 15. August 1951 den bewaffneten Organen  der DDR bei und wurde am 01. September 1951 als Angehöriger der Studentenkompanie der HVA zum Studium der Medizin an der Karl-Marx-Universität Leipzig kommandiert. Nach dem 6. Semester setzte  er 1954 das Studium an die Militärmedizinischen Akademie S. M. Kirow in Leningrad fort, das er 1958 erfolgreich abschloss.

32. Seite 51, Absatz 2, Zeile 5
Danach folgten Funktionen als Leiter des Büros des Ministers für Gesundheitswesen, und als Leiter der Abteilung 1 im Ministerium für Gesundheitswesen der DDR.

32. Danach war er Leiter der Koordinierungsab-teilung, Leiter des Büros des Ministers für Gesundheitswesen und Leiter der Abteilung I im Ministerium für Gesundheitswesen der DDR.

33. Seite 51, Absatz 3, Zeile 2
Er promovierte 1964 zum Dr. med. und verteidigte 1969 seine B-Promotion.

33. Er promovierte 1964 an der MMS zum Dr. med. und verteidigte 1968 seine B-Dissertation an der Militärmedizinischen Akademie S. M. Kirow in Leningrad.

34. Seite 51, 4. Absatz
Seine Verdienste wurden durch die Ernennung zum Generalmajor … gewürdigt.

34. In der Aufzählung fehlt der „Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland in Gold“, der ihm in Anerkennung und Würdigung seines langjährigen erfolgreichen Wirkens als Kommandeur der MMS bei der Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst am 29. Februar 1988 verliehen worden ist.

35. Seite 51, Absatz 6
Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Wehrdienst übernahm er den Lehrstuhl für Militärmedizin an der Akademie für ärztliche Fortbildung der DDR in Berlin.

35. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Wehrdienst übernahm er den Lehrstuhl für Militärmedizin/Medizinischer Schutz der Bevölkerung an der Akademie für ärztliche Fortbildung der DDR in Berlin.

36. Seite 51, Aufzählung
Leitungsmitglieder

36. Das Kapitel heißt: Phase der Profilierung: Ausgestaltung der MMS als Hoch- schuleinrichtung (1965-1980). Die Daten der handelnden Personen weichen teilweise vom angegebenen Zeitraum ab und sind unzutreffend.
In dieser Zeit gab es an der MMS keine Stellvertreter für die Sicherstellung der Ausbildung und Forschung bzw. für Rückwärtige Dienste. Die genauen Bezeichnungen lt. STAN waren Allgemeiner Stellvertreter und später Stellvertreter Allgemeine Aufgaben sowie Leiter Rückwärtige Dienste, der kein Stellvertreter gewesen ist (siehe hierzu Link „Die Militärmedizinische Sektion an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswals“ dieser Webseite). Die Bezeichnung Stellvertreter des Kommandeurs für die Sicherstellung von Ausbildung und Forschung wurde erst 1988 eingeführt.

37. Seite 52, Zeile 1
… Rudolf Juckenburg …

37.… Hans Juckenburg …

38. Seiten 52-78, Abschnitt
Ausbildung

38. Dem gesamten Abschnitt fehlt eine klare Gliederung und Systematik. Die Zuordnung der weiteren Abschnitte bis Seite 129  (Wissenschaft und Forschung, Wissenschaftliche Gremien, Sicherstellung der Hauptaufgaben, Zusammenarbeit mit externen Gremien) zum Kapitel „Phase der Profilierung: Ausgestaltung der MMS als Hochschuleinrichtung (1965-1980)“ und deren Abhandlung ausschließlich im Abschnitt Ausbildung falsch, denn es handelt sich hierbei um Aufgaben der MMS in der gesamten Zeit ihres Bestehens von der Gründung bis zur Abwicklung.

39. Seite 52, Überschriften
Ausbildung - Offiziersschüler und Offiziershörer

39. Richtig: Ausbildung von militärmedizinischen Hochschulkadern bzw. Ausbildung/Heranbildung von OS/OH zum MA, MZA oder MAp.

40. Seite 54, Überschrift
Universitäre fachbezogene Ausbildung

40. Diesen Begriff hat es offiziell in keinem der seinerzeit gültigen Ausbildungsdokumente gegeben.

41. Seite 54, Zeile 1
Die Ausbildung von Militärärzten in Greifswald begann mit dem Wintersemester 1955/56.

41. Mit dem Wintersemester 1955/56 begann in Greifswald nicht nur die Ausbildung von MÄ, sondern auch von MZÄ und MAp.

42. Seite 55, Absatz 3
… Fachrichtungen.

42.… Grundstudienrichtungen. Der Begriff Fachrichtungen fand in der  Facharztausbildung/Facharztweiterbildung Verwendung.

43. Seite 56, Zeile 7 von unten
Diese Unterbrechung wurde damit begründet, dass ausgebildete akademische Kader des staatlichen Gesundheitswesens für den Dienst in der NVA geworben werden sollten.

43. Diese Unterbrechung war damit begründet worden, dass es möglich sein würde, den Bedarf der NVA durch die „Gewinnung“ von geeigneten Hochschulabsolventen zu decken, was sich als eine Fehleinschätzung erwies. Der Begriff „Werbung“ fand bei dieser Aktion keine offizielle Verwendung.

44. Seite 61, Absatz 2 von unten
Im 3. Semester wurde ein Wahlpraktikum Einführung in medizinisch-theoretische Lehrgebiete eingeführt.

44. Im 3. Semester kam das Wahlpraktikum Einführung in medizinisch-theoretische Lehrgebiete hinzu.

45. Seite 72, Unterabschnitt
Vorpraktikum, Berufsausbildung zum Krankenpfleger

45. Dieser Unterabschnitt ist falsch eingeordnet, er gehört nach dem Unterabschnitt „Zulassungsverfahren“ an den Anfang des Abschnittes „Ausbildung“ (Seite 53).

46. Seite 74, Überschrift
Facharztweiterbildung

46. Nach der in FN2 genannten Vereinbarung von 1962 müsste es „Facharztausbildung“ heißen.

47. Seite 75, Zeilen 4/5
Als das Institut für Organisation des Gesundheitsschutzes 1965 als selbständige Einrichtung an der MMS gegründet worden war, übertrug der CMD des MfNV dem Direktor des Instituts die Verantwortung für die Facharztweiterbildung im Fachgebiet Sozialhygiene.

47. Das Institut für Organisation des Gesundheitsschutzes war keine selbständige Einrichtung an der MMS, sondern lt. STAN eine Struktureinheit der Dienststelle.

48. Seiten 79-104, Abschnitt
Wissenschaft und Forschung

48. Dieser Abschnitt ist ein Teil des Kapitels „Phase der Profilierung: Ausgestaltung der MMS als Hochschuleinrichtung (1965-1980)“, die Ausführungen gehen aber in vielen Teilen weit über diesen Zeitraum hinaus und reichen bis zur Abwicklung der MMS 1990. Die gewählten Bezeichnungen mehrerer Institute sind für diese „Phase“ nicht zutreffend, die Aussagen zur strukturellen Entwicklung und zu den Hauptaufgaben sehr eigenwillig und subjektiv.

49. Seite 80, Unterabschnitt
Institut für Organisation und Taktik des medizinischen Dienstes, Zeile 9
Fachärztliche Grundlage war die Sozialhygiene.

49. Die Sozialhygiene bildete nicht die fachärztliche Grundlage für das Institut für Organisation und Taktik des medizinischen Dienstes. Das Vorhaben zur  Einführung von Facharztbezeichnungen für Zweige der Militärmedizin war in der DDR abgelehnt worden, weshalb u. a. die im Institut für Organisation und Taktik des medizinischen Dienstes arbeitenden MÄ den Facharzt für Sozialhygiene erwarben und zuerkannt erhielten. Die wichtigste fachwissenschaftliche Voraussetzung für ihre Tätigkeit bildete der Besuch eines HAK an der VMOLA in Leningrad.

50. Seiten 82-84, Unterabschnitt
Institut für Organisation des Gesundheitsschutzes

50. Das Institut existierte nur von 1965-1969. Die in Ziffer 48 getroffene Bewertung des gesamten Abschnittes Wissenschaft und Forschung wird hier besonders deutlich.

51. Seiten 84-87, Unterabschnitt
Institut für Militärhygiene

51. Die in diesem Unterabschnitt vorgenommene Bewertung der damaligen Situation unter Verwendung solcher Formulierungen wie „schwieriger Spagat für die Militärhygiene in der NVA angesichts der Auffächerung der Hygiene in Teildisziplinen im Hinblick auf die Übereinstimmung mit der sowjetischen Militärhygiene“ und „Herstellung der Kongruenz der Militärhygiene mit dem Fachverständnis in der Sowjetarmee nach der Zuversetzung von Josef Loscher“ ist falsch und Ausdruck fehlender Kenntnis der wissenschaftswissenschaftlichen Charakteristik der Militärhygiene im allgemeinen und der sowjetischen Militärmedizin im besonderen (siehe hierzu: Militärhygiene, Große Medizinische Enzyklopädie, Band 6, Moskau 1958, Seite1051 ff.). Die Aussagen in der Zeittafel auf Seite 86 widersprechen zudem denen auf Seite 149.

52. Seiten 88-92, Unterabschnitt
Institut für Medizinischen Schutz und Institut für Biologischen Schutz

52. Diese Bezeichnungen der beiden Institute waren nicht typisch für die Zeit von 1964-1988/1990 und sie sind für Nichteingeweihte irreführend. Beide Struktureinheiten hießen die längste Zeit  Institut für Militärradiologie und Militärtoxikologie (IMM) und Institut für Feldepidemiologie und Mikrobiologie (IFM).

53. Seite 95, Unterabschnitt
Institut für Militärmedizinische Informatik

53. Das Institut wurde erst 1986 gegründet, es gehört also nicht in dieses Kapitel „Phase der Profilierung: Ausgestaltung der MMS als Hochschuleinrichtung (1965-1980)“, sondern in das Kapitel „Phase der Neuorientierung: Rollenverständnis nach der Gründung der Militärmedizinischen Akademie (1981-1990“. Das unterstreicht die eingangs genannte fehlende Systematik in der Gliederung der Publikation (siehe Ziffer 3).

54. Seite 97, Unterabschnitt
Zusammenfassende Übersicht der Entwicklung der Fachinstitute

54. Die Übersicht erfasst nicht nur die Institute, sondern auch Lehrstühle und es fehlt das IGW. Letzel schied 1984 als Direktor des IOTMD aus und Enderlein wurde im gleichen Jahr sein Nachfolger.

55. Seiten 98-104, Abschnitt
Wissenschaftliche Gremien

55. Der Abschnitt „Wissenschaftliche Gremien“ zeichnet sich durch eine sachliche Darstellung aus und es ist daher zu fragen, warum die Autoren später Spekulationen und eine  unsachliche und unbewiesene Polemik wählen mussten.

56. Seiten 99-103, Unterabschnitt
Fakultät für Militärmedizin

56. Die Fakultät für Militärmedizin war kein wissenschaftliches Gremium der MMS sondern der EMAU. Mit ihrer Gründung wurde ein Lebensziel von Gestewitz teilweise verwirklicht, das seit Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre darin bestand, das ZL der NVA und die MMS zu einer zentralen akademischen militärmedizinischen Einrichtung in der DDR zu vereinigen (gegebenenfalls unter Wiedereröffnung der Viadrina in Frankfurt/Oder). Da die MMS aber einer besonderen Regelung für militärische Institutionen/Abteilungen bei den staats- und wirtschaftsleitenden Organen unterlag, war das nicht möglich und es wurde schließlich mit der Unterstützung durch Hoffmann und Mielke als Mitglieder des PB SED der Weg der Gründung der MMA beschritten.

57. Seiten 104-116, Abschnitt
Sicherstellung der Hauptaufgaben

57. Die Sicherstellung der Hauptaufgaben betraf alle „Phasen“ der Entwicklung der MMS. Die ausschließliche Zuordnung dieses Abschnittes zum Kapitel „Phase der Profilierung: Ausgestaltung der MMS als Hochschuleinrichtung (1965-1980)“ ist daher falsch. Hinzu kommt, dass die Hauptaufgaben in der Publikation an keiner Stelle erwähnt werden. Damit wäre es möglich gewesen zu belegen, dass sich die Hauptaufgaben der MMS und ihre Stellung in der Zeit von 1964-1990 nicht geändert haben.
Der Abschnitt „Sicherstellung der Hauptaufgaben“ verdeutlicht, dass es in der Phase 2 und darüber hinaus bis 1988 keinen Leerlauf und keinen Stillstand an der MMS gegeben hat und diese Entwicklung sich nicht im Selbstlauf, sondern unter der Führung des seinerzeitigen Kommandeurs vollzogen hat. Umso befremdlicher muten dann die Einschätzungen der Autoren in den Kapiteln  „Synopsis“ und „Gesamtbewertung“ an.

58. Seite 104, Abschnitt 3, Zeilen1/2
Im Bereich der Leitung waren verschiedene Institutionen, Maßnahmen und Instrumente angesiedelt, die die Aufgabenerfüllung sichern halfen.

58. Lt. STAN gab es an der MMS keinen „Bereich der Leitung“, sondern eine Führung und Struktureinheiten, die direkt dem Kommandeur oder seinen Stellvertretern unterstellt waren.

59. Seite 104,  Bereich des Kommandeurs
- Kaderorgan
- Finanzen
- VS-Stelle
- Redaktion der Z. Militärmed.

59. Die genaue Bezeichnung lautete Funktionalorgane (direkt dem Kommandeur unterstellte Struktureinheiten/Stabsorgane):
- Sekretariat
- Kader, später UA Kader
- Finanzen, später AG Finanzen/Finanzökonomie
- Redaktion der Z. Militärmed.
Die VS-Stelle war dem ALLST, später STKAA unterstellt.

60. Seite 104, Zeitschrift für Militärmedizin, Absatz 2
Die Z. Militärmed. erschien von 1960-1990. Herausgeberschaft, Chefredakteure und Redaktionskollegien wechselten relativ häufig.

60. Es fehlt der Hinweis auf den Zeitpunkt der Übertragung der Verantwortung für die Herausgabe der Zeitschrift für Militärmedizin auf die MMS (1964).

61. Seite 105, Vorsitzende des Redaktionskollegiums
… Edgar Rainer Steiner …

61.   … Edgar Rudolf Max …

62. Seite 107, Informationsmaterialien, Zeile 6
Bald folgte das erste Hochschullehrbuch Grundlagen der Militärmedizin von Geiger.

62.Bei diesem Buch, der adaptierten Übersetzung einer sowjetischen internen Publikation der VMOLA, handelte es sich nicht um ein autorisiertes Hochschullehrbuch.

63. Seite 107, Informationsmedien, Zeile 13
Die einzelnen Bände der ersten Auflage erschienen in folgender Abfolge:
- Militärpharmazie und Militärmedizintechnik (König, K. und Rehwald, G.; 1971)
- Medizinische Behandlung und Begutachtung, (Gestewitz, H.-R., 1972)
- Medizinische Sicherstellung im Kriege (Steiner, E. R. , 1972)
- Therapieempfehlungen für den Truppenarzt (Gestewitz, H.-R., Zucker, G., 1973)
-Vorbeugender Gesundheitsschutz (Liphardt, H.-P-. 1973)
- Innere Militärmedizin (Werner, G., 1974)
- Feldchirurgie (Gestewitz, H.-R., 1975)

63. Die einzelnen Bände erschienen in folgender Abfolge und mit den genannten genauen Angaben:
- Militärpharmazie und Militärmedizintechnik (Autorenkollektiv unter der Leitung von Oberst PhR Doz. Dr. König, K., 1971)
- Medizinische Sicherstellung im Kriege (Autorenkollektiv unter der Leitung von Oberstleutnant OMR Edgar Steiner, 1972)
- Medizinische Behandlung und Begutachtung, (Autorenkollektiv unter der Leitung von OMR Prof. Dr. sc. med. Hans-Rudolf Gestewitz, 1972)
- Therapieempfehlungen für den Truppenarzt (Autorenkollektiv unter der Leitung von Generalmajor Prof. Dr. sc. med. Hans-Rudolf Gestewitz, H.-R. und Oberstleutnant MR Dr. Gerd Zucker, G., 1973)
-Vorbeugender Gesundheitsschutz (Autorenkollektiv unter der Leitung von Kapitän zur See OMR Doz. Dr. Herbert-Peter Liphardt, 1973)
- Innere Militärmedizin (Autorenkollektiv unter der Leitung von Oberst MR Doz. Dr. sc. med. Günter Werner, 1974)
- Feldchirurgie (Autorenkollektiv unter der Leitung von Generalleutnant OMR Prof. Dr. sc. med. Hans Rudolf Gestewitz  und Oberst Doz. Dr. Rudolf Schwarzer, 1975)

64. Seite 107, Zeile 4 von unten
Die zweite Auflage des Handbuches erschien in den 1980er Jahren:

64. Das war nicht die zweite Auflage der Anfang der 1970er Jahre erschienenen Handbuchreihe, sondern eine   völlig neu gestaltete Reihe, die lediglich die Tradition der vorangegangenen fortsetzte.
Bei den genannten Autoren handelt es sich wiederum um die Leiter von Autorenkollektiven. Leiter des Autorenkollektivs des Bandes „Militärhygiene und Feldepidemiologie“ waren J. Loscher und H. Schumann.

65. Seite 108, Aufzählungen
Bereich des Stellvertreters des Kommandeurs und Leiter Polit.-Abt. und Bereich des Stellvertreters des Kommandeurs für Forschung

65. Die Aufzählungen erwecken den Eindruck, als gehörten die genannten Struktureinheiten, Einrichtungen und Räume zum Bereich der Sicherstellung der Hauptaufgaben. Das waren lt. STAN aber nur die Struktureinheiten des ALLST/STKAA und des LRD.

66. Seite 108, Zeile 11 von unten
Von Mecklinger und seinen leitenden Mitarbeitern wurde sehr früh erkannt, dass der Zugang zur internationalen Literatur eine unabdingbare Voraussetzung für die von der Militärmedizin zu lösenden Aufgaben darstellt.

66. Das hatte bereits Geiger als Chef der Medizinischen Verwaltung frühzeitig erkannt, angeordnet und über Ring und Kluge umgesetzt. Die begrenzte Nutzung von Kontingentliteratur konnte letztlich nur Gestewitz für das ZL/die MMA erreichen.

67. Seite 110, letzter Absatz
In späteren Jahren (1976-1990) gab der Kommandeur der MMS dann über die Leitstelle im Eigenverlag noch eine Reihe Schriften der MMS heraus.

67.Immerhin erschien die Reihe im ersten Jahr nach dem Ausscheiden von Ewert als STKFO, dessen Aufgabe dies eigentlich gewesen ist.

68. Seite 111, Aufzählung
Bereich des Stellvertreters des Kommandeurs für Ausbildung

68.Hier gilt Gleiches wie unter Ziffer 65.

69. Seite 111, Überschrift
Bereich des Stellvertreters des Kommandeurs für die Sicherstellung von Ausbildung und Forschung

69. Den Stellvertreter des Kommandeurs für die Sicherstellung von Ausbildung und Forschung hat es erst ab 1988 gegeben. In der auf den Seiten 47-129 dargestellten „Phase der Profilierung: Ausgestaltung der MMS als Hochschuleinrichtung (1965-1980)“ waren die Bezeichnungen lt. STAN Allgemeiner Stellvertreter des Kommandeurs bzw. Stellvertreter des Kommandeurs für Allgemeine Aufgaben.

70. Seite 114, BU Bild 74
Baustab für das Haus 38

70. Bei den abgebildeten Personen handelt es sich nicht um den Baustab des Hauses 38, sondern um den Leiter des Baustabes, 2. in der ersten Reihe von links, mit Armeeangehörigen der MMS, darunter Wagner, Jasch, Enderlein und Möller, und Bauleuten vor der offiziellen Inbetriebnahme des Gebäudes 1983.

71. Seite 115, Fußnote
3)Snoppek, Hänsel, Baetke, Schmidt, Möller, Retke, Teschner

71.3)Snoppek, Hänsel, Baetke, Schmidt, Möller, Rettke, Teßmer

72. Seite 117, Unterabschnitt
Koordinierungsberatungen

72. Die Koordinierungsberatungen waren keine von der MMS organisierten internationalen Kontakte der Zusammenarbeit mit externen Gremien.  Sie stellten periodische Tagungen der Chefs des medizinischen Dienstes der Armeen der Staaten des Warschauer Vertrages dar (anfangs jährlich, später alle zwei Jahre und in der Reihenfolge der Teilnehmer nach dem kyrillischen Alphabet), an denen u. a. Offiziere der MMS als Spezialisten teilnahmen und den medizinischen Dienst der NVA in einzelnen Sektionen (u. a. OTMD und  Militärhygiene) vertraten. Die Angaben von EHM zu diesem Thema sind unzureichend zur Charakteristik dieser Beratungen in Ihrer Bedeutung für die Arbeit des medizinischen Dienstes der NVA. 

73. Seiten 118/119, Unterabschnitt
Internationale Gesellschaft für Militärmedizin

73. Der einzige Bezug der MMS zum ICMMP ergibt sich aus der Teilnahme des Kommandeurs, Oberst Prof. Dr. Edgar Steiner, als Mitglied der DDR-Delegation an den Tagungen und den Kongressen 1974 in San Marino und 1976 in Lima. Warum die Autoren das verschweigen, ist sonderbar, ebenso das Auslassen der weiteren Kongresse nach Lima bis zum XXVI. Kongreß in Marakesch.

74. Seiten 119/120, Unterabschnitt
Konsultationsbesuche

74. Der Besuch der in der DDR akkreditierten Militärattachés 1980 war kein Konsultationsbesuch. Die Reduzierung der Konsultationsbesuche auf ein Treffen von Mecklinger mit Commandante Vidal ist mager. Die zeitliche Reihenfolge der Bilder ist unzutreffend, außerdem verwundert es, dass nur Mecklinger namentlich genannt wird. Keine Erwähnung findet außerdem in dem Unterabschnitt Internationale Kontakte die Verleihung von Auszeichnungen der SRV an die MMS und Angehörige der Dienststelle.

75. Seiten 121-124, Unterabschnitt
Nationale Kontakte, Ministerium für Nationale Verteidigung

75. Zum MfNV gab es seitens der MMS ein militärisches Unterstellungsverhältnis, bestimmt durch Dienstvorschriften. Die militärischen Vorgesetzten nahmen bei ihren Aufenthalten und Besuchen an der MMS jeweils Dienstpflichten wahr. Die Einordnung dieser Beziehungen als nationale Kontakte ist daher mehr als befremdlich. Die zeitliche Reihenfolge der ausgewählten Bilder (bis auf Bild 86 ohne Jahresangaben) ist ebenfalls nicht zutreffend.

76. Seite 122, BU Bild 89
… Armeegeneral Heinz Keßler …

76. Das Bild zeigt Generaloberst Keßler beim Truppenbesuch des Ministers für Nationale Verteidigung am 04. Juli 1984 an der MMS

77. Seite 124, Unterabschnitt
Militärmedizinische Einrichtungen, Absatz 1
Jahrelange wechselseitige freundschaftliche Begegnungen gab es mit dem Lazarett  der Sowjetarmee in Hohenlychen.

77. Hierbei handelte es sich um Waffenbrüderschaftsbeziehungen auf der Grundlage einer militärischen Ordnung mit dem genannten Lazarett der GSSD. Die Einordnung als nationaler Kontakt ist daher falsch.

78. Seite 124, Zeile 2 von unten
… Militärstomatologen …

78. Die offizielle Bezeichnung in allen Dokumenten lautete Militärzahnärzte.

79. Seiten 125/126, Unterabschnitt Medizinische Fachgesellschaften
Am Beispiel der Gesellschaft Sozialhygiene der DDR soll der Ablauf solcher Bemühungen geschildert werden. …Über die bis 1990 im Rahmen dieser Aufgabe geleistete Arbeit ist in einem Heft eines Berliner Vereins Rechenschaft abgelegt worden.

79. Das geschilderte Beispiel hatte keinerlei Bedeutung für die Arbeit der MMS und des medizinischen Dienstes der NVA. Es ist lediglich Ausdruck der Überbewertung der Sozialhygiene für die Militärmedizin und der daraus abgeleiteten fehlerhaften Interpretation ihrer angeblich strukturellen Unterrepräsentation an der MMS.

80. Seite 127 Unterabschnitt
Sektionen und ihre Gründungsdaten

80. Die gesamten  Ausführungen stellen unzureichend die im Text angekündigte Arbeitsweise der Sektionen der GMM dar.

81. Seite 129, letzter Absatz
Ein nur von einer Außensicht angelegter und ohne ausreichende Sachkenntnis unternommener Versuch, die Geschichte der GMM zu beschreiben, muss auf Grund der dort gemachten Fehler als misslungen betrachtet werden.

81.Das gilt auch für diese Publikation von EHM!

82. Seiten 130-146, Kapitel
Phase der Neuorientierung: Rollenverständnis nach der Gründung der Militärmedizinischen Akademie (1980-1990)

82. Im gesamten Kapitel „Phase der Neuorientierung: Rollenverständnis nach der Gründung der Militärmedizinischen Akademie (1980-1990)“ findet sich nicht ein Beleg für die Behauptung, dass es ab 1988 eine Neuorientierung in der Arbeit der MMS, ihre Stellung und ihren Aufgaben gegeben habe. Gleiches gilt für die angebliche „Überprüfung des Rollenverständnisses der MMS“, ein Ausdruck, der aus der Geschichte der Militärmedizin in der DDR und des medizinischen Dienstes der NVA nicht bekannt ist. In den offiziellen Vereinbarungen ist nachzulesen, dass die Stellung der MMS und ihre Aufgaben als militärische Hochschuleinrichtung an einer zivilen Universität bis 1990 unverändert geblieben sind und es jeweils nur geringfügige  textliche und strukturelle Modifizierungen gegeben hat. Im AJ 1986/87 wurde unter der Führung von Steiner eine „Entwicklungskonzeption der MMS bis 2000“ erarbeitet, die die Grundlage für alle Änderungen im STAN 1988 bildete. Der Begriff „Rollenverständnis“ ist eine Erfindung von EHM und hat zu keiner Zeit an der MMS Verwendung gefunden. All das lässt nur den Schluss zu, dass es sich hier um „fixe Ideen“ von EHM handelt.

83. Seite 131, Zeilen 2/3 von unten
In der Auskunft finden sich gleich zwei Fehler.

83. In der Auskunft finden sich gleich drei Fehler, denn Gestewitz wurde auch nicht Rektor, sondern Chef der MMA.

84. Seite 132, Absatz 1, Zeile 3
Verlegt wurde lediglich das Sekretariat der Fakultät, das sein Domizil bis 1981 an der MMS hatte.

84.Verlegt wurde lediglich das Sekretariat der Fakultät, das bis 1981 eine Struktureinheit der MMS war und seinen Sitz in Greifswald hatte. Das war übrigens einer der Gründe, die bestehende Vereinbarung neu zu fassen.

85. Seite 132, Absätze 2-5
Die Konsequenzen für die MMS wurden erst in den 1980er Jahren deutlicher sichtbar. Im Außenprestige gab es jetzt für die Militärmedizin nicht nur die MMS als Hochschuleinrichtung, sondern die deutlich potentere MMA. Der Chef der MMA besaß als Rektor der neuen Hochschule mit den in Personalunion wahrgenommenen Funktionen des Dekans ihres Wissenschaftlichen Rates und des Präsidenten der GMM einen kaum zu unterschätzenden Einfluss auf alle Belange der Militärmedizin. Seine militärische Unterstellung war beim Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste, gleichrangig wie die des CMD des MfNV, angesiedelt.
Der Kommandeur der MMS musste sich, wie die zeitliche Abfolge das belegt, mit einem abgesenkten Status seiner Unterstellung zufrieden geben:
- 01.06.1955-14.01.1964
Die Dienststelle III ist dem Chef Rückwärti-ge Dienste der KVP und nachfolgend die MMS dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste des MfNV unterstellt.
- 15.01.1964-14.06.1986
Die MMS ist dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste des MfNV militärisch und dem Staatssekretär/ Minister für das Hoch- und Fachschulwesen der DDR fachlich unterstellt.
- 15.06.1986-02.09.1990
Die MMS ist dem Stellvertreter des Ministers und Chef der Rückwärtigen Dienste des MfNV militärisch und dem Rektor der EMAU Greifswald fachlich unterstellt

85. Die hier geführte Polemik ist völlig unverständlich, fehlerhaft und realitätsfern.
- Die einzige strukturelle Konsequenz aus der Gründung der MMA für die MMS war, dass das Dekanat der FMM als Struktureinheit der MMS nach Bad Saarow verlegt wurde.
- Das Thema eines Außenprestiges der MMS innerhalb der Militärmedizin der DDR hat es nicht gegeben.
- Der Chef der MMA war weder Rektor noch Dekan, sondern hatte die Bezeichnung Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates.
- Die exponierte Rolle von Gestewitz im medizinischen Dienst der NVA ist unbestritten, seine wiederholten Versuche der Eingliederung der MMS in einen Verbund mit dem ZL scheiterten jedoch stets an der Sonderstellung der MMS als militärische Institutionen bei den staats- und wirtschaftsleitenden Organen.
- Die MMS war stets eine militärische Hochschuleinrichtung und wie das ZL/die MMA sowie der Chef des ZL/der MMA und der K-MMS dem Stellvertreter des Ministers und CRD unterstellt.
-Alle die MMS und den K-MMS betreffenden Entscheidungen wurden ausschließlich durch die militärischen Vorgesetzten auf der Grundlage der geltenden militärischen Bestimmungen getroffen.
- Der CMD MfNV, der C-ZL/C-MMA und der K-MMS hatten die Dienststellung eines GL und unterlagen der Nomenklatur des NVR.
- Die fachliche Unterstellung der MMS dem Rektor der EMAU war das Ergebnis einer generellen Entscheidung in der DDR und betraf alle gleichen militärischen Institutionen bei den staats- und wirtschaftsleitenden Organen. Damit änderte sich nichts an der Stellung der MMS und dem militärischen Status des K-MMS, nur der Haushalt der MMS war jetzt nicht mehr Teil des MHF sondern der EMAU.

86. Seite 132, Absatz 4
Außerdem wirkte sich die zunehmende Übertragung von Aufgaben der Medizinischen Verwaltung des MfNV an ausgewählte Einrichtungen bzw. Mitarbeiter der MMS auf die Erfüllung der statutengemäßen Aufgaben nachteilig aus. Das vollzog sich ohne offiziellen Anlass schrittweise im Hintergrund und war nur für die direkt Beteiligten spürbar.

86.Die zunehmende Übertragung von Aufgaben der Verwaltung Medizinischer Dienst MfNV auf nachgeordnete Einrichtungen betraf nicht nur die MMS und diese Entwicklung vollzog sich nicht im Hintergrund. Sie war mit der jährlichen Anordnung 10 des CMD MfNV für jeden Lehroffizier deutlich sichtbar und spürbar. Das Problem  wurde vom K-MMS stets bei seinen Meldungen der Ergebnisse des Ausbildungsjahres angesprochen, führte aber zu keinen Änderungen (siehe hierzu Link: „Angaben aus Berichten, Informationen und Meldungen des K-MMS (1977 – 1987)“ dieser Webseite).
 „Statutengemäße Aufgaben“ hat es an der MMS in dieser „Phase“ nicht mehr gegeben, denn seit 1964 galten Vereinbarungen zwischen dem MfNV und dem MHF.

87. Seite 132, Fußnote
1) In der Praxis wirkte sich das so aus, dass der Rektor seine Befugnisse an seinen Prorektor für Medizin delegierte. Die Konzeption für die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen der MMS und dem Bereich der Medizin aus dem Jahre 1987 wurde vom Prorektor für Medizin, Kuhl, und dem Kommandeur der MMS und Prorektor für Militärmedizin, Steiner, unterschrieben und vom Rektor, Bethke, bestätigt.

87. Der Rektor hatte keine Weisungsbefugnisse gegenüber der MMS bzw. Disziplinarbefugnisse gegenüber dem K-MMS, er konnte diese demzufolge auch nicht an den Prorektor für Medizin delegieren. Die Autoren lassen zudem offen, um welche delegierten Befugnisse es sich gehandelt hat. Die Konzeption für die Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen der MMS und dem Bereich Medizin betraf lediglich Fragen der Ausbildung.

88. Seite 132, Letzter Absatz
Den Anfang dieser Entwicklung machte die Selbständige Fachgruppe Geschichte der Militärmedizin, die mit Beginn des Herbstsemesters 1979/1980 die Lehre zur Geschichte der Medizin von der Medizinischen Fakultät der EMAU übernahm und als kombiniertes Lehrfach Geschichte der Medizin/ Geschichte der Militärmedizin bis zum Beginn des Herbstsemesters1990/1991 weiterführte

88. Diese Entwicklung begann wesentlich früher, u. a.  mit der Übernahme von Ausbildungsaufgaben in der Toxikologie und Physiologie.

89. Seite 133, Absatz 3
Dieses Bestreben der Verantwortlichen der MMS, ausgewählte Lehrstühle der Medizinischen Fakultät von einem Teil ihrer Ausbildungsverpflichtungen zu entlasten, …

89.Die zuständigen Lehroffiziere selbst waren daran interessiert und haben entsprechende Vorschläge unterbreitet. Das ist der unlautere Versuch, einen Widerspruch zwischen der Führung der MMS und den Lehroffizieren zu konstruieren.

90. Seite 133, Absatz  5
In der ersten Hälfte der 1980er Jahre kam es darüber hinaus zu einem überproportionalen Austausch in den leitenden Positionen.

90.Die Autoren belegen diese Aussage nicht und machen keine Angaben darüber, was unter dem genannten „überproportionalen Austausch“ zu verstehen ist. Offiziere der MMS sind in dieser Zeit aus Altersgründen, wegen Erreichen der Mindestdienstzeit oder Übernahme von Aufgaben im zivilen Bereich ausgeschieden.
Einen Stellvertreter des Kommandeurs für die Sicherstellung von Ausbildung und Forschung gab es zu diesem Zeitpunkt nicht (erst ab 1988) und der Leiter der Medizinalstatistik war nicht, wie angegeben, Institutsdirektor.

91.Seite 133, letzter Absatz und 134, Zeitzeugenbericht
Unbefriedigend gelöst blieb die Problematik der wissenschaftlich interessierten Nachrücker aus dem Truppendienst. … Über ähnliche Befindlichkeiten berichtet im Übrigen auch der Kommandeur der Sektion der Seestreitkräfte der Militärakademie Dresden in seinen Erinnerungen.

91.Dieser, noch dazu anonyme Zeitzeugenbericht mutet wie ein Beitrag aus einem „Boulevardblatt“ an und ist nicht als Beleg in einem Sachbuch geeignet. Unklar bleibt, was EHM damit bezwecken, zumal es sich hier nicht um eine Aufgabe oder einen Zuständigkeitsbereich der MMS handelt.

92. Seite 133, Fußnote
3) Mit Generalmajor Wagner wurde erstmals in der Geschichte der MMS ein General in dieser Funktion als Stellvertreter des Kommandeurs eingesetzt, der zum damaligen Zeitpunkt selbst noch im Dienstgrad Oberst stand.

92.Warum nur mag diese Fußnote für EHM so wichtig sein, gehört ein derartiger Umstand doch zum militärischen Alltag? Der K-MMS selbst hat sich übrigens nie daran gestoßen, denn er war zum Zeitpunkt der Übernahme der Dienststellung 1971 Oberstleutnant und sein Stellvertreter Zipfel sowie weitere seiner Unterstellten (Melchert, Neitsch und Thiede) bereits Oberst.

93. Seite 134, Absatz 2
Durch die Gesamtheit solcher und weiterer Wirkungsfaktoren wurde das Entwicklungspotential eingeschränkt und das Binnenklima an der MMS beschädigt.

93. Das sind unbewiesene Behauptungen und unwahre Unterstellungen, die zudem die Mitarbeiter der Dienststelle beleidigen, denn das „Binnenklima“ an der MMS und das Zusammengehörigkeitsgefühl waren keineswegs geschädigt (siehe hierzu. Link „Die Militärmedizinische Sektion an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald“, Abschnitt „Die Gewerkschaftsarbeit, Dr. Hartmut Margies, langjähriger BGL-Vorsitzender, erinnert sich“ dieser Webseite). Unklar ist auch, welches Entwicklungspotential EHM vorschwebte, das angeblich eingeschränkt wurde. Befremdlich bei ihrer Bewertung  der Situation ist zudem die Wahl des für den Einsatz von Atomwaffen gebräuchlichen Begriffes „Wirkungsfaktoren“. Sollte damit der Aussage mehr Gewicht verliehen werden?

94. Seite 134, Absatz 3 von unten
Der 1987 erfolgte Wechsel in der Führung des medizinischen Dienstes der NVA und die nachfolgende Neubesetzung der Funktion des Kommandeurs der MMS räumten die Möglichkeiten für eine Neuorientierung im Rollenverständnis der MMS.

94.Der Ausdruck „Neuorientierung im Rollenverständnis der MMS“, für den es in der gesamten Publikation keine Erläuterung gibt, was darunter zu verstehen ist, mutet wie eine zwanghafte Störung von EHM an. Außerdem lassen sie die wahren Gründe vermissen, die zur Neubesetzung der Dienststellung des K-MMS führten (eine Funktion K-MMS gab es nicht).

95. Seite 134, letzter Absatz, Seite 135, Zeile 1
Steiner wurde in die Reserve versetzt und übernahm den Lehrstuhl für Militärmedizin an der Akademie für ärztliche Fortbildung der DDR.

95. Steiner wurde in die Reserve versetzt und übernahm den Lehrstuhl für Militärmedizin/Medizinischen Schutz der Bevölkerung an der Akademie für ärztliche Fortbildung der DDR.

96. Seite 135, Kurzbiografie Dietmar Enderlein
1970-1971 Höherer akademischer Kurs an der Kirow-Akademie in Leningrad.

96.1971-1972 Höherer akademischer Kurs an der Kirow-Akademie in Leningrad.

97. Seite 136, Neuordnung der Fachinstitute
Ein wesentlicher Baustein für die Neuorientierung war der Versuch, die Fachinstitute der MMS den aktuellen Anforderungen entsprechend zu ordnen.

97. Von einer Neuordnung und Neuorientierung kann keine Rede sein, denn es änderten sich weder die Unterstellung, noch die Stellung oder die Aufgaben der MMS und bei den Instituten handelte es sich lediglich um teilweise interne Umstrukturierungen, die mit dem STAN 1988 nach der bereits  im AJ 1986/87 unter der Führung von Steiner erarbeiteten „Entwicklungskonzeption der MMS bis 2000“ umgesetzt wurden.

98. Seiten 141/142, Unterabschnitt
Militärmedizinisch-wissenschaftliche Arbeit

98. Die knappe und unvollständige, fast nebensächliche Abhandlung der militärmedizinisch-wissenschaftlichen Arbeit als eine der Hauptaufgaben der MMS an dieser Stelle wird ihrer Bedeutung an der MMS und für den medizinischen Dienst der NVA nicht gerecht. Das verwundert umso mehr, als Ewert über mehrere Jahre hierfür als STKFO verantwortlich gewesen ist.

99. Seite 141, Absatz 2 und Seite 142, Absatz 1
Mit der fortschreitenden technischen Entwicklung … Diese Ziele konnten nicht mehr erreicht  werden.

99.Diese Aussagen betreffen das Institut für militärmedizinische Informatik und gehören dort eingeordnet (Seite 139).

100. Seite 142, Absatz 3
Ihre letzte Anerkennung erfuhr die MMS durch die Verleihung des Traditionsnamens Maxim Zetkin am 01.03.1988.

100. Der Traditionsname „Maxim Zetkin“ wurde der MMS aus Anlass des Tages der NVA am 29.02 1988 verliehen.

101. Seite 142, Absatz 4
Ein Auskunftsbericht verdeutlicht die Gesamtheit der Bemühungen, das Profil der Hochschuleinrichtung wieder zu schärfen und klare Konturen zurückzuerlangen (Anlage 7).

101. Die „Entwicklungskonzeption der MMS bis 2000“ war bereits im AJ 1986/87 unter der Führung von Steiner erarbeitet worden. Ihr Inhalt war nicht die Schärfung des Profils der Dienststelle als Hochschuleinrichtung und die Zurückgewinnung klarer Konturen, denn beides war nie verloren gegangen, sondern die weitere personelle, strukturelle, materiell-technische und bauliche Entwicklung entsprechend den zu erwartenden neuen Anforderungen und Veränderungen  im Militärwesen.

102. Seiten 147-151, Kapitel
Synopsis der Entwicklung der MMS

102.Unter einer Synopsis wird allgemein eine vergleichende Übersicht durch das Nebeneinanderstellen von Texten verstanden. Dem wird dieses Kapitel nicht gerecht.

103. Seite 147, Überschrift
Erste Etappe: 1955 bis 1964

103.Bisher sprachen EHM von „Phasen“ der Entwicklung, jetzt ist die Rede von „Etappen“. Was denn nun?

104. Seite 147, Absatz 1
Die MMS war zu Beginn vor allem Truppenunterkunft für anfangs 494 später bis zu 650 Offiziersschüler (Vorklinische Ausbildung) bzw. Offiziershörer (Klinische Ausbildung) und entwickelte sich schrittweise zu einer militärischen Hochschuleinrichtung.

104.OS und OH gab es sowohl in der vorklinischen als auch in der klinischen Ausbildung. Außerdem waren an der MMS auch andere Angehörige der bewaffneten Organe/Ausbildungskontingente (FäS, Fähnriche, OaZ, Reservisten) und AMK untergebracht.

105. Seite 147, Absatz 2
Die ersten Jahre wurden vom Aufbau der notwendigen materiellen, finanziellen und kulturellen Grundfonds für die vorrangige Aufgabe der Ausbildung von Militärärzten, Militärzahnärzten und Militärapothekern unter der Leitung der Kommandeure Walther und Mecklinger geprägt.

105.Interessante Wortwahl und Differenzierung: Walther und Mecklinger prägten die Entwicklung der MMS als Kommandeure, alle weiteren trugen nur Verantwortung oder verwalteten den „Aufgaben- und Prestigeverlust der MMS“ (Seite 154).

106. Seite 147, Absatz 3
Als einer der größten Erfolge wurde wahrgenommen, dass es gelungen war, die Absolventen vom humanistischen Gehalt ihrer Aufgabe zu überzeugen.

106.Wie und von wem wurde das wahrgenom-men? Reine Agitation, wie in der auf Seite 152, Zeile 10 von unten von EHM „gescholtenen“ Bilanz der Kommandeure.

107. Seite 148, Aufzählung, Absatz 2 von unten
Als Belege dienten die …

107.Bei den angeführten Belegen wird nicht deutlich, ob es sich um ein Zitat oder eine eigene Interpretation handelt.

108. Seite 148, letzter Absatz
Diese Aufgaben konnten nur erfüllt werden, weil in diesen Jahren unter Leitung von jungen Fachärzten Institute entstanden waren, die ein erhebliches Spektrum der nichtklinischen Gebiete der Militärmedizin vertreten konnten.

108.Die Reduzierung der Ergebnisse der Arbeit auf Leistungen von „jungen Fachärzten“, die keineswegs zu schmälern sind, ist zu einseitig.

109. Seite 149, Absätze 2 und 3
Das fand seine Anerkennung durch verschiedene Auszeichnungen … , 1977 Oberst Gobetz.

109.Die Auszeichnung der MMS in dieser Etappe mit der Verdienstmedaille der NVA in Gold 1970 und dem Kampforden in Gold 1975, mit der die Arbeit aller Mitarbeiter gewürdigt und anerkannt wurde, bleibt unerwähnt.

110. Seite 149, Absätze 1-3 von unten
In Kenntnis der Entwicklungen, die sich an der Universität vollzogen, …- Abteilung für militärische Arbeitshygiene.

110.Um welche Entwicklungen an der Universität und ihre Konsequenzen für die MMS es sich gehandelt hat, bleibt offen. Für das genannte „Pilotprojekt“ und das „Infragestellen der vorhandenen Institutsebene“ werden keine Belege angeführt. Unklar ist die Fokussierung auf das IgMH, wobei die angegebene Struktur im Widerspruch zu Seite 86 steht.

111. Seite 150, Absatz 1
Es ist nicht zu übersehen, dass die verantwortlichen Leiter ... Steiner hatte die wissenschaftswissenschaftliche Ordnung, die ihm aus Leningrad geläufig war, in Greifswald wiederhergestellt.

111. Die Schilderungen in diesem Absatz sind unwahr und verunglimpfend. Steiner hatte mit den genannten Veränderungen  und Ereignissen nichts zu tun. Die Entscheidungen hierzu wurden in der Verwaltung Medizinischer Dienst getroffen, die über die Bezeichnungen der Zweige der Militärmedizin übrigens als Ergebnis der Abstimmung in den Koordinierungsberatungen. Ewert war zudem als STKFO über jeden dieser Schritte informiert und sollte sich eigentlich noch an die geführten Diskussionen erinnern, in denen Steiner sich stets für den Begriff Militärische Sozialhygiene ausgesprochen hat. Seine Einführung wurde auf einer der Koordinierungsberatungen abgelehnt. Das genannte Positionspapier  hat Hornei am 15. Juli 1976 Steiner vorgelegt, der es abzeichnete und hierbei seine ausdrückliche persönliche Zustimmung zum Ausdruck brachte und ihn über die Gründe der Ablehnung informierte. Insgesamt verdeutlicht diese Position von EHM ihre fehlende Kenntnis über die wissenschafts-wissenschaftliche Charakteristik der Militärmedizin in der UdSSR (siehe hierzu u. a.: Georgiewski, A. S., Osnowy wojennoj mediziny (russ.), Leningrad 1974).

112. Seite 150, Absatz 2
Das Beispiel zeigt, dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit diziplinären Positionen in der Militärmedizin von der damaligen Kommandeurs- und Verwaltungsebene, wenn damit die Grundpositionen der sowjetischen Doktrin auch nur teilweise in Frage gestellt wurden, im Rahmen des wissenschaftlichen Meinungsstreites nicht nur nicht gefördert, sondern strikt unterbunden wurde.

112.Das ist eine grobe Unterstellung und persönliche Beleidigung. Gerade Ewert müsste aus den vielen gemeinsam geführten Diskussionen seiner Zeit als STKFO eigentlich wissen, dass ein ernsthafter wissenschaftlicher Meinungsstreit an der MMS als Hochschuleinrichtung eines der Grundanliegen von Steiner als Kommandeur gewesen ist und er dabei wiederholt in Widerstreit mit seinen Vorgesetzten geraten ist. Ihm dürfte auch nicht unbekannt sein, das bestimmte Überlegungen nach den Ergebnissen von Koordinierungsbera-tungen nicht umzusetzen waren und abgelehnt wurden.

113. Seite 150, Absatz 3
Der Chef des ZL, Gestewitz, ging weitaus souveräner mit der Fragestellung um. So erinnert sich Ewert an ein Gespräch mit ihm, wo er um seine Meinung gefragt wurde, ob für ihn eine Abteilung für klinische Sozialhygiene in einem Krankenhaus vorstellbar wäre.

113.Ewert hat offensichtlich nicht bemerkt, dass es Gestewitz um Klinische Sozialhygiene und nicht Militärische Sozialhygiene gegangen ist und er erklärt auch nicht, warum er ein so verlockendes Angebot nicht angenommen hat.

114. Seite 150, Absatz 4
In der GMM gab es von seiner Seite als Präsident keine Einwände gegen die Arbeitsgemeinschaft Militärische Sozialhygiene in der Sektion für die gesamte Militärhygiene.

114.Das ist auch kein Wunder, denn in der GMM brauchten die Abstimmungen in den Koordinierungsberatungen nicht beachtet zu werden, weshalb es auch keinerlei Einwendungen seitens des CMD und seiner Verwaltung gegeben hat, denen die letztendliche Entscheidung hierüber oblag.

115. Seite 150, Absatz 2 von unten
Dieses Jahrzehnt bedarf einer differenzierten Bilanz. Verantwortliche Kommandeure waren Steiner (bis zum 31.03.1988) und Enderlein (nachfolgend bis zum 31.12.1990).

115. Die Begründung, warum es gerade einer differenzierten Bilanz dieser Etappe bedarf, und diese differenzierte Bilanz selbst lassen EHM allerdings vermissen. Steiner war zudem Kommandeur bis zum 29.02.1988.

116. Seite 150, letzter Absatz, Seite 151, Absatz 1
 Wenn auch die gewohnten Aufgaben vom Personal kontinuierlich weitergeführt wurden, erfuhr die MMS durch die Gründung der MMA und die damit verbundene Aufgabenverlagerung, die weit über die formelle Verlagerung der FMM nach Bad Saarow hinausging, einen schleichenden Bedeutungsverlust (S. 131). Um das für Dritte nicht so augenscheinlich werden zu lassen, gab es eine subjektive Aufwertung im Bereich der Leitung. Mit Generalmajor Kurt Wagner, der im Ausbildungsjahr 1981/1982 die Funktion des Stellvertreters des Kommandeurs und Leiter Polit.-Abteilung übernahm, gab es nach Walther den zweiten Offizier im Generalsrang an der MMS. Nach elf Jahren in der Funktion kam dann Steiner zum 07.10.1982 als dritter hinzu.

116. Mit der Gründung der MMA gab es keine Verlagerung der Aufgaben der MMS (siehe Vereinbarung vom 21.10.1981). Der „schleichende Bedeutungsverlust“ ist, wie bereits mehrfach widerlegt, eine realitätsferne und nicht belegte Vermutung von EHM. An der MMS gab es keine Leitung, sondern nach dem STAN eine Führung, und auch keine Funktionen, sondern Dienststellungen. Die angesprochene subjektive Aufwertung der Führung zur angeblichen „Verschleierung dieser Entwicklung für Dritte“ und die gesamte Art der Darstellung in diesem Absatz zeigen die Geisteshaltung der Autoren und sprechen für sich. Steiner wurde zudem am 04.10.1982 zum General ernannt, ein Umstand, der offensichtlich Ewert „mächtig gewaltig“ im Magen zu liegen scheint.

117. Seite 151, Absatz 4
Erst zum Ende des Jahres 1986, also ausgesprochen spät, wurde ein Preis der MMS geschaffen, der jährlich vergeben werden sollte.

117.Warum diese Einschränkung „ausgesprochen spät“? Diese Aufgabe lag im Verantwortungsbereich des STKFO, Ewert hätte das in dieser Dienststellung also bereits früher initiieren können. Ihm sollte eigentlich bekannt sein, dass ein Preis der MMS nicht vor einem Preis des ZL/der MMA ausgelobt werden konnte.

118. Seite 151, Absatz 2 von unten
Mit dem Wechsel in der Kommandeursfunktion erfolgte nicht nur die grundsätzliche Überarbeitung der Struktur, sondern auch die präzisierte Festlegung der Hauptaufgaben der MMS:

118. An der MMS gab es keine Kommandeursfunktion, die korrekte Bezeichnung lautete „Dienststellung Kommandeur der MMS“. Grundlage für die Überarbeitung der Struktur der MMS und die Veränderungen im STAN 1988 bildete die „Entwicklungskonzeption der MMS bis 2000“ aus dem AJ 1986/87, die in der Dienstzeit von Steiner als K-MMS erarbeitet wurde. Die Überarbeitung der Struktur trug keinen grundsätzlichen Charakter, die Hauptaufgaben der MMS lt. Vereinbarung änderten sich ebenfalls inhaltlich nicht, präzisiert wurden lediglich Formulierungen. In der Aufzählung fehlt die Übertragung der militärmedizinischen Ausbildung der Studenten der Medizin und Stomatologie der EMAU als neue Aufgabe (Leiter der Abteilung Militärmedizin Oberst d. Res. Prof. Dr. Letzel).

119. Seite 151, letzter Absatz
Die deutliche Ausrichtung auf truppenwirksame Forschungsergebnisse zeigt die Anlage 11.

119. Die gesamte Forschung und militärmedizinisch-wissenschaftliche Arbeit der MMS war von Anbeginn auf truppenwirksame Ergebnisse ausgerichtet, nicht erst mit dem Kommandeurswechsel 1988, wie selbst die unvollständige Anlage 11 mit den ersten vier genannten Ergebnissen der Jahre 1983 – 1987 beweist.

120. Seite 152, Absätze1 und 2
In einer vereinfachten Zusammenschau resultiert als Ergebnis, dass die MMS in den 35 Jahren ihres Bestehens die ihr übertragenen Aufgaben auf den Gebieten der
- Aus- und Weiterbildung militärmedizinischer Kader und
- Forschung für einen herangereiften Bedarf der Truppenpraxis
in engem Zusammenwirken mit der EMAU und vielen militärmedizinischen und militärischen Kooperationspartnern auftragsgerecht erfüllt hat.
Bei einem übergeordneten Maßstab, der auch das Scheitern des sozialistischen Gesellschaftsmodells der DDR und den Zusammenbruch der sozialistischen Staatengemeinschaft mit ein bezieht, tauchen natürlich Fragen auf, die tiefergehend nach Ursachen suchen, warum das geschehen konnte.

120. Die Autoren bescheinigen der MMS, dass sie bei „einer vereinfachten Zusammenschau“, (ohne näher zu erklären, was darunter zu verstehen ist), in den 35 Jahren ihres Bestehens die gestellten Aufgaben erfüllt hat. Deshalb verwundert es schon sehr, dass sie nachfolgend zu einer gegenteiligen Gesamtbewertung kommen. Völlig unverständlich und geradezu mysteriös ist das formulierte Vorhaben, beim Anlegen eines  „übergeordneten Maßstabs tiefergehend nach Ursachen zu suchen, warum das geschehen konnte“, zumal dieser „übergeordnete Maßstab“ nicht erläutert wird. Suche nach Ursachen für die Erfüllung der Aufgaben? Hier haben EHM sich offensichtlich selbst übertroffen und ein Selbsttor geschossen.

121. Seite 152, Absatz 3
Ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit möchten wir uns dabei auf Reflexionen in eigenen Dienst- und Verantwortungsbereichen zurückziehen und prüfen, ob die MMS ihre potenziell eingeräumten Möglichkeiten in jeder Phase ihrer Entwicklung ausgeschöpft hat. Das muß bei einer ersten Bewertung verneint werden.

121.Diese selbst auferlegte Herangehensweise lässt nur eine Schlussfolgerung zu: Der von den Autoren unternommene Versuch einer Gesamtbewertung  der Leistungen der MMS ist nicht verallgemeinerungswürdig, ihre Aussagen tragen einen rein subjektiven Charakter und sind nur für ihre eigenen Dienst- und Verantwortungsbereiche zutreffend. Damit ist dieser Abschnitt völlig bedeutungslos für eine Gesamtbewertung der MMS und zu vernachlässigen, zumal EHM keinerlei Aussagen darüber machen, welche „potentiell eingeräumten Möglichkeiten“ ihnen hierbei als Maßstab dienten. Die weiteren Anmerkungen zu dieser Synopse erfolgen der Vollständigkeit halber.

122. Seite 152, Zeilen 3/4 von unten
Dies gilt trotz der Einschränkung, dass viele Informationen darüber der Geheimhaltung unterlagen.

122.Die Autoren sollten eigentlich das Beispiel der Veröffentlichung des Artikels von Krantz in der Zeitschrift für Militärmedizin kennen, dem darob Geheimnisverrat vorgeworfen wurde, und wissen, dass es gerade in diesem Bereich stark einschränkende Bestimmungen gegeben hat.

122. Seite 152, Zeile 2 von unten, Seite 153, Absatz 1
Die MMS lag an der Schnittstelle von Militär- und Hochschulpolitik. Ihre leitenden Offiziere und Hochschullehrer waren, wie auch andere in vielen Bereichen der DDR, durchaus in der Lage, die gesellschaftlichen Probleme und Widersprüche zu erkennen. Retrospektiv müssen sie sich, wie viele Hochschullehrer und Wissenschaftler auch, damit auseinandersetzen,  ob sie sich nicht in vielen bedeutsamen Entscheidungssituationen opportunistisch verhalten haben.

122.Und wie sieht es damit bei EHM aus, denn sie gehörten selbst zu diesem Personenkreis und wollten sich ja auf „Reflexionen im eigenen Dienst- und Verantwortungsbereich zurückziehen“ (Ziffer 121)? Selbstkritik scheint nicht gerade eine ihrer Tugenden zu sein.

123. Seite 153, Absatz 2
Das Prinzip der militärischen Einzelleitung hebt die Verantwortung der Kommandeure über ein durchschnittliches Maß von Leitungsverantwortung hinaus. Das trifft auch für die Funktionen zu, die im Kontext zur Geschichte der MMS eine maßgebliche Rolle gespielt haben, wie die Dienststellungen des CMD der NVA, des Chefs des L, später der MMA, auch in den damit verknüpften Rollen als Dekan der FMM und Präsident der GMM und des Kommandeurs der MMS.

123.Zum Prinzip der militärischen Einzelleitung ist den Autoren das Militärlexikon, Militärverlag der DDR, 2. Auflage, Berlin 1973, Seite 238 zu empfehlen. Da sie keine der genannten Dienststellungen bekleideten und sich auf „Reflexionen im eigenen Dienst- und Verantwortungsbereich zurückziehen“ wollten, sind ihre Aussagen in diesem Absatz nicht repräsentativ.

124. Seite 153, Absatz 3
Es liegt uns fern, über Versäumnisse in der Wahrnehmung übertragener Verantwortung zu richten. Sich Gedanken zu machen, warum das eine nicht und das andere dafür getan wurde, sollte aber schon erlaubt sein, ohne auch nur einen der Beteiligten, post mortem oder noch lebend, damit persönlich diskreditieren zu wollen.

124.Niemand wird EHM verübeln oder gar verbieten, sich beim selbst auferlegten Zurückziehen auf „Reflexionen im eigenen Dienst- und Verantwortungsbereich“ Gedanken zu machen über „Versäumnisse in der Wahrnehmung eigener übertragener Verantwortung“; das ist nicht nur erlaubt, das gehört nachgeradezu zur sauberen wissenschaftlichen und ehrlichen Bewertung der Vergangenheit. Unanständig, verletzend und zu verurteilen aber ist es, Ereignisse und Erscheinungen zur bewerten, die nicht zum eigenen Zuständigkeitsbereich gehörten und insbesondere Unwahrheiten und Lügen über frühere Weggefährten zu verbreiten. Da entschuldigt auch keine andersgeartete Verlautbarung.

125. Seite 153, Absatz 4
Die Ebene der Institutsdirektoren, die bei einem solchen Prozess seine wichtigsten Verbündeten hätten sein müssen, meisterte notgedrungen die Aufgaben in eigener Zuständigkeit.

125. Aufgabe der Institutsdirektoren wäre es gewesen, den Kommandeur in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. Nach Aussage eines glaubwürdigen Zeitzeugen in leitender Dienststellung taten sie aber mit Unterstützung von Offizieren der Politabteilung alles, um seine Autorität zu untergraben.

126. Seite 154, Absätze 2/3
Die Chance, dieses Amt für die MMS zurückzugewinnen, wurde auch nach Ablauf der ersten Wahlperiode vertan. Steiner hatte am 01.11.1971 seinen Dienst in Greifswald aufgenommen, nachdem er 1969 seine B-Promotion abgeschlossen und 1971 zum Professor berufen worden war. Die zweite Wahlperiode der FMM begann am 20.11.1971. Wenn es von den Entscheidungsträgern gewollt gewesen wäre, hätte Steiner Dekan werden müssen. Gestewitz war weitsichtig genug, dieses Amt nicht freiwillig aufzugeben. Und vom CMD der NVA, Rehwald, der eine lange Zeit im Dienstgrad Oberst amtierte, obwohl Gestewitz als sein fachlich Unterstellter schon seit dem 01.03.1966 Generalmajor war, kam wohl auch keine entgegenstehende Orientierung für den Ablauf dieser Aktivitäten.
Mit der Funktion des Präsidenten der GMM, in die er am 15.02.1971 gewählt wurde, baute Gestewitz seine dominierende Rolle in der Militärmedizin weiter aus. Seine Verdienste wurden durch die Beförderung zum Generalleutnant am 01.03.1974 gewürdigt. Rehwald konnte hier erst am 07.10.1978 auf Augenhöhe nachziehen.

126.Für die MMS und den K-MMS hat es nie eine Chance auf das Amt des Dekans der FMM gegeben. Die Autoren übersehen, dass die FMM eine akademische Gliederung des Wissenschaftlichen Rates und die MMS eine Struktureinheit der EMAU gewesen ist und es objektiv seitens der MMS keinen Anspruch auf dieses Amt gegeben hat. Außerdem übersehen sie offensichtlich die Hierarchie im medizinischen Dienst der NVA sowie die Rolle, die auch nach ihren eigenen Angaben Gestewitz spielte und die Absichten, die er jahrelang vergeblich verfolgte. Die Dienststellung von Gestewitz war Generalleutnant mit den Disziplinarbefugnissen eines Chefs des MB, die Dienststellung des K-MMS zwar auch Generalleutnant, aber nur mit den Disziplinarbefugnissen eines Divisionskommandeurs. Gestewitz war deshalb stets „erste Wahl“ bei der Besetzung von Ämtern. Hinzu kommt seine „besonderer Draht“ zum Minister für NV.
Die Ausführungen über das Verhältnis Gestewitz – Rehwald sind subjektive Gedankenspiele, die nicht in ein Sachbuch gehören und zudem zu belegen wären. Nicht vergessen werden darf, dass sich beide arrangiert und ihre Interessensphären abgesteckt hatten.

127. Seite 154, Absatz 5.
Gestewitz baute seine Position, sicher mit wohlwollender Unterstützung übergeordneter Kommandoebenen, mit der Gründung der MMA am 07.12.1981weiter aus. Schon vorher hatte er Sorge getragen, das Image seiner Klinikchefs aufzuwerten. So wurden Günter Werner, Chefarzt der Medizinischen Klinik, am
07.10.1978 und Gerd Lochmann, Chefarzt der Chirurgischen Klinik, am 07.10.1979 zu Generalmajoren ernannt. Ihnen folgte Werner Bousseljot, Stellvertreter des Chefs für Medizinische Fragen, mit der Ernennung zum Generalmajor am 07.10.1984.

127.Das unterstreicht nur die besondere Rolle, die Gestewitz dank seines „besonderen Verhältnisses“ zu Hoffmann im medizinischen Dienst der NVA und in der Militärmedizin der DDR gespielt hat und die er auch in seinem eigenen und im Interesse des ZL/der MMA zu nutzen wusste.

128. Seiten 154, letzter und vorletzter Absatz, Seite 155, Zeile 1
Für den Kommandeur der MMS erfüllte sich der lang gehegte Wunsch erst am 07.10.1982, als sich das wissenschaftliche Zentrum der Militärmedizin spätestens nach der Gründung der MMA nach Bad Saarow verlagert hatte und der Aufgaben- und Prestigeverlust der MMS nur noch zu verwalten war.
Die damit verbundene Stagnation und vom Kommandeur gelebte Lethargie veranlasste mehrere leitende Offiziere der MMS, ihre Entlassungsgesuche einzureichen. Die nachfolgenden Gespräche im MfNV über die Beweggründe ihres Handelns könnten durchaus ein Grund gewesen sein, die Sinnhaftigkeit des Verbleibs des Kommandeurs in der Funktion für die zweite Hälfte der 1980er zu prüfen.Steiner wurde jedenfalls am 31.03.1988 aus der NVA entlassen.

Warum EHM die Formulierung „erfüllte sich der lang gehegte Wunsch erst am 07.10.1982“ so wichtig ist, sei dahingestellt. Den Autoren sei jedoch an dieser Stelle gesagt, dass sich Steiner 1971 entschieden hat, nicht Stellvertreter des Ministers für Gesundheitswesen sondern K-MMS zu werden, weil er darin u. a. die Chance gesehen hat, einmal den Dienstgrad eines Generals zu erreichen. Dabei spielte für ihn der Zeitpunkt nie eine Rolle, denn den bestimmt bekanntlich kein Offizier selbst. Das Bewerten der Dienstausübung als K-MMS als „Verwalten von Aufgaben- und Prestigeverlust“,  „Stagnation“ und „gelebte Lethargie“ ist allerdings ehrverletzend und eine nicht hinzunehmende Beleidigung nicht nur seiner Person sondern aller Mitarbeiter der Dienststelle und eine unentschuldbare Verfälschung der Realität. Die Autoren verletzen damit zudem ihr auf Seite 153 gegebenes Wort.
Die Gründe für das Ausscheiden „mehrerer leitender Offiziere der MMS“ in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre (Jasch, Juckenburg, Leirich, Letzel, Maronde, Schwarzer und Zipfel) waren nicht Entlassungsgesuche, sondern das Erreichen der Alters-/Dienstaltersgrenze bzw. die Übernahme einer Tätigkeit an der EMAU.
Steiner wurde am 29.02.1988 auf persönliches Betreiben von Keßler aus dem aktiven Wehrdienst entlassen und hierbei unter Überspringen einer Stufe mit dem Kampforden für Verdienste um Volk und Vaterland in Gold ausgezeichnet.

129. Seite 156, Zeile 14
… Edgar Rainer Steiner …

129.… Edgar Rudolf Steiner …

130. Seite 156, Absatz 1
Von den neun Generalen des medizinischen Dienstes der NVA im Zeitraum von 1955-1990 hatten somit vier als Absolventen einen unmittelbaren und zwei als Kommandeure einen mittelbaren Bezug zur MMS.

130.Auch Steiner hatte einen mittelbaren Bezug zur MMS, denn er war dort am 28.08.1964 der erste Promovend.

131. Seiten 157- 159, Kapitel
Absolvententreffen als Traditionspflege

131.Die Bilder 109 und 111 sind in der zeitlichen  Reihenfolge nicht richtig eingeordnet.

132. Seite 161, Spalten 5/6
01.03.1988

132.29.02.1988

133. Literatur, Seite 187, Ziffern 189 – 200
Steiner, E. R.

133. Steiner, E.

134. Seiten 189 – 191, Personen
- Beyer, Geiger, Jährig
- Juckenburg, Rudolf
- Steiner, Edgar Rainer

134. Beyer, Geiger, Jährig waren nicht Mitarbeiter der MMS; Juckenburg, Hans;
Steiner, Edgar Rudolf

135. Seiten 194 – 196, Autoren stellen sich vor

135. Befremdlich ist, da es sich um eine Publikation von früheren Offizieren des medizinischen Dienstes der NVA über die MMS handelt, in der sie leitende Dienststellungen inne- hatten, dass keiner der Autoren in seinem Lebenslauf seinen letzten Dienstgrad in der NVA erwähnt, bei Ewert seine Dienststellungen an der MMS nicht genannt sind und Hornei hierzu „diffuse“ Aussagen trifft. Dem Verhalten der Autoren folgend sei ausnahmsweise die Spekulation gestattet, dass hierin offensichtlich die Ursache für ihre mangelnde Verbundenheit mit der MMS und die abwertende Bewertung von Ereignissen und Personen insbesondere in den letzten Etappen der Entwicklung der Dienststelle zu suchen sind.

136. Seite 198, Danksagung

136. Die Danksagung erweckt den Eindruck der Zustimmung der darin genannten „Weggefährten“ zu dieser Publikation. Dem ist nicht so. Die persönliche Rücksprache mit Zeitzeugen in leitenden Dienststellungen des medizinischen Dienstes der NVA und der MMS hat ergeben, dass sie zwar auf Fragen geantwortet und Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben, ansonsten sich aber mit dem Inhalt der Publikation nicht identifizieren und davon distanzieren. Die Tatsache, dass zur Zeit des Erscheinens der Publikation lebende kompetente lebende Zeitzeugen (u. a. Grätz, Thielemann, Rehwald, Hagemann, Birnbaum, Bethke, Steiner, Enderlein, Temmler u. a.) nicht befragt wurden und insbesondere Ewert eine Zusammenarbeit mit den Autoren dieser Webseite ablehnte, lässt keine andere Schlussfolgerung zu: 
Dieses Vorgehen und Verhalten von EHM waren Vorsatz! Das aber ist unehrenhaft und zu verurteilen.                               

 

 

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